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Beratung und Coaching - im Mobbing - Fall

 

Einleitend zum Thema: Das Thema Mobbing liegt mir sehr am Herzen, da ich selbst schon  gemobbt wurde. Heute weiss ich, dass Menschen, die durch Konkurrenzängste und vielleicht auch Selbstgeringschätzung geleitet sind, andere Menschen oft mobben,  und so die Zeit  am Arbeitsplatz oder im Schulhof für andere zu einer schrecklichen Zeit machen. Sie fühlen sich in ihrer Position bedroht , das könnte auch ein Grund sein. Ich bin Pastor und Coach, aber ich bin kein Psychiater oder Psychologe. Deswegen kann ich Personen, die gemobbt wurden, und dadurch erkrankt sind auch keine Psychotherapie bieten, aber sie doch verstehen,  ihnen zuhören, für sie beten, rechtliche Abklärungen machen und, wenn erwünscht, auch die richtigen Adressen empfehlen, wo fachliche Hilfe zu finden ist.   Einiges von dem, was hier unten beschrieben wird, habe ich selbst als Mobbing - Opfer erfahren müssen. Heute möchte ich versuchen, Mitmenschen zu helfen, Menschen, die sich in Mobbing Situationen befinden. Hier einige Erklärungen und weiteres Vorgehen.

Mobbing Definition

Um zunächst anzunähern, was Mobbing eigentlich genau ist, habe ich hier zwei Mobbing Definitionen aufgeführt, die den Begriff näher beschreiben sollen:

· “Unter Mobbing wird eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen verstanden, bei der die angegriffene Person unterlegen ist, und von einer oder einigen Personen systematisch, oft und während längerer Zeit mit dem Ziel und/oder dem Effekt des Ausstoßes aus dem Arbeitsverhältnis direkt oder indirekt angegriffen wird und dies als Diskriminierung empfindet.” nach Leymann (1993) Näher definiert wird der Begriff durch das Vorhandensein von 45 definierten Handlungen, von denen alle oder mehrere vorliegen müssen (Leymann, 1993).

Eine weitere Mobbing Definition , von Zapf (1999), die der Autor an Definitionen von u. a. Leymann (1993), Niedl (1995) und Skogstad (1996) anlehnt, lautet:

· “Mobbing beinhaltet, daß jemand am Arbeitsplatz von Kollegen, Vorgesetzten oder Untergebenen schikaniert, belästigt, drangsaliert, beleidigt, ausgegrenzt oder beispielsweise mit kränkenden Arbeitsaufgaben bedacht wird und der oder die Mobbingbetroffene unterlegen ist. Wenn man etwas als Mobbing bezeichnen möchte, dann muß dies häufig und wiederholt auftreten (z. B. mindestens einmal pro Woche) und sich über einen längeren Zeitraum erstrecken (mindestens ein halbes Jahr).”

Von Zapf wird der Ausdruck “konfliktbehaftete Kommunikation” vermieden, weil der Begriff bestimmte Mobbing-Handlungen, z. B. demütigende Arbeitsaufträge, nicht vollständig ausdrückt. Auch wird vom Autor die Auflistung der 45 Mobbing-Handlungen nach Leymann kritisiert. Mobbing könne durch eine viel größere Zahl von Handlungen ausgeübt werden. Außerdem ist bis heute nicht genau klar wie viele und welche Handlungen genau vorliegen müssen, um den Begriff “Mobbing” operational zu definieren. Interessant ist schließlich auch ein Blick auf die Auschlußkriterien für Mobbing: Es handelt sich nach Zapf, D. (1999) nicht um Mobbing, wenn:

· Vorfälle nicht oft (nicht einmal in der Woche) und auch nicht über einen längeren Zeitraum (nicht über mindestens einem halben Jahr) stattfinden

· zwei etwa gleich starke Parteien in einen Konflikt geraten

Mobbing Definition - Quellen:

Leymann, H. (1993). Mobbing. Psychoterror am Arbeitsplatz und wie man sich dagegen schützen kann. Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH 1993

Zapf, D. (1999). Mobbing in Organisationen - Überblick zum Stand der Forschung. Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 43 (N.F.17) 1, 1-25.

 

Folgen des Mobbings

Wie alle psychischen Belastungen führt auch das Mobbing über körperliche Prozesse zu psychosomatischen Erkrankungen. Besonders häufig zu beobachten sind dabei:

· Angespanntheit

· Nervosität

· Kopfschmerzen

· Schlafschwierigkeiten und Alpträume

· Rückenschmerzen, Nackenschmerzen

· Magenschmerzen, Verdauungsprobleme, und Übelkeit.

 

Mobbing führt auch direkt zu psychischen Beeinträchtigungen:

· depressive Verstimmtheit

· Angst, Angststörungen

· posttraumatische Belastungsstörung (PTSD)

· Konzentrationsprobleme.

Es besteht außerdem die Gefahr, dass das Klagen des zunehmend hilfloseren Opfers zu einem “genervt-sein” bei den Angehörigen, Freunden oder befreundeten Kollegen führt. Dadurch besteht die Gefahr einer sozialen Isolation des Opfers auch außerhalb des eigentlichen Mobbing-Prozesses.

Quellen: Zuschlag, B. (1994). Mobbing - Schikane am Arbeitsplatz. Verlag für Angewandte Psychologie, Göttingen, 1994. Schwickerath, J. (2001). Mobbing am Arbeitsplatz - aktuelle Konzepte zu Theorie, Diagnostik und Verhaltenstherapie. Psychotherapeut, 2001, 46: 199-213 Zapf, D. (1999). Mobbing in Organisationen - Überblick zum Stand der Forschung. Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 43 (N.F.17) 1, 1-25.

Mobbing Ursachen, die im Betrieb zu suchen sind

Mobbing Ursachen / Bedingungen im Unternehmen können sein:

· wenig transparente Betriebsabläufe

· stark hierarchische Organisationsstrukturen

· viele Mängel im internen Informationssystem

· Defizite im Führungsverhalten von Vorgesetzten

· unzureichende Abgrenzung von Kompetenz- und Aufgabenbereichen

· Mängel in der Personalpolitik

· unzureichende Streit- und Konfliktkultur

· Reorganisationsmaßnahmen und großer Konkurrenz- und Leistungsdruck

Die Mobbing Ursachen im Betrieb sind oftmals der Kern einer Mobbingproblematik. Das Abstellen der genannten Faktoren verringert die Mobbing Ursachen erheblich und wirkt mindestens präventiv.

 

Typische Mobbinghandlungen

Angriffe auf die Person und ihr soziales Ansehen

Gerüchte verbreiten

vor anderen demütigen

lächerlich machen

Schwächen ausnutzen/ bloßstellen

sexuelle Andeutungen/ Annäherungen

Kritik am Privatleben

Angriffe auf die sozialen Beziehungen und die Kommunikation

Kontakt verweigern

von Gesprächen ausschließen

ständig unterbrechen

laut anschreien

unvollständige Briefe

abwertende Gestik / Mimik

Angriffe auf die Qualität der Arbeit Leistungen unterbewerten +++ Zuständigkeiten entziehen +++ Informationen vorenthalten +++ sinnlose/ kränkende Aufgaben zuteilen +++

Angriffe auf die Gesundheit zu gesundheitsschädlicher Arbeit zwingen +++Androhung körperlicher Gewalt +++ absichtlich Stress herbeiführen +++ direkte Gewalt/ Handgreiflichkeiten +++

Merke: Wer gemobbt wird, soll dies nicht bis zur dauernden Schädigung seiner

Gesundheit stillschweigend ertragen, sondern sich zur Wehr setzen.

Deshalb ist rechtzeitige Beratung wichtig. Mobbingfälle sind zumeist komplex. Bei Schwierigkeiten ist es deshalb unbedingt zu empfehlen, möglichst rasch Beratung zu suchen. Eine solche wird auch von Verbänden, Gewerkschaften, verschiedenen spezialisierten Beratungsstellen, Arbeitsgerichten, durch die RAV oder allenfalls auch durch spezialisierte Anwälte angeboten.

 

Falls Sie Hilfe brauchen, zöger Sie nicht und melden Sie sich bei mir:

Gemeinde Büro Tel.:                 +41 (0) 62 897 15 38

Privat Büro Tel.:                        +41 (0) 61 831 02 76

Mobile:                                         +41 (0) 76 448 81 85 oder 079 527 11 68 E-Mail: info@pastoraldienste.ch    Home

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